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versuch
irrtum
zwischenmusik eins
kalypso
am floß
zwischenmusik zwei
wir heben und wir senken
zwischenmusik drei
kirke
zwischenmusik vier
telemach
so hört mans jetzt im radio
zwischenmusik fünf
kommen und
gehen 
Yoshie Maruoka

rüçuk |
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A
Höd is a Schiggsoi
off
2003-2 Extraplatte ©2002
mit Yoshie Maruoka & Martin Zrost
Neun
ausgewählte Aventüren des irrfahrenden Odysseus (=Held) werden mit
allen dem Kollegium zur Verfügung stehenden Mitteln erzählt und
auf die Höhe unserer Zeit hinunterdramatisiert. Fragen der Ernährung
(essen & trinken), der sexuellen Über- und Unterforderung, von Ehe
und Besitz, Kränkung und Rache, des Heim- und Fortkommens sowie der Aktienanlage
und der Kriegsgeilheit werden in lyrischer Dialektik (einer Simmeringer Abart
der Wiener Mundart) gestellt und kurz darauf in zeitgemässer Form (Polka,
Walza, Gschdanzl) beantwortet. Nur in den von Yoshie Maruoka gesprochenen
verbindenden Worten kommt der Hexameter zu seinen ersessenen Rechten. Das
jugendlich-wilde Klarinettenspiel Martin Zrosts altert schnell und findet
– wie alles in der Welt der Musik – mit dem letzten Ton sein tragikomisches
Ende. Querbratende, ränkesüchtige Göttinnen und rachedurstige,
betrunkene Götter werden nicht zur Sprache gebracht ...
presse:
»A Höd is a Schiggsoi« ist ein Textbezogenes Konzeptalbum mit
unterschiedlich musikalischen Ausführungen, entstanden aufgrund zweier
Aufführungen im Auftrag vom GrabenFest der ÖBV 2001. Das Thema:
Die Odyssee von Homer, die auch tatsächlich in Auszügen gesprochener
Weise darauf zu hören ist, eingeflochten zwischen dem Kalksburgschen
Musikjargon, also einer extraordinären Melange aus Schrammelligem, Jazzigem,
Avantgardistischem, Humorigem, Wehmütigem, Traurigem, Blödelndem.
Poesie. Zudem zutiefst österreichisch: Perfekt unperfekt, aus dem Herzen
anarchisch und mit immensen Gefühlen beseelt. »A Höd is a Schiggsoi«
ist eine weitere, essentielle Momentaufnahme des Trios, das, wie es scheint,
machen kann, was es will. Heraus kommt immer unberechenbar große Kunst.
Sie, sozusagen, thronen, irgend jemand muss ja auf dem Thron sitzen, auf einem
Level, von dem viele andere Bands nur träumen können. Möge
die Unbeirrbarkeit der Kalksburgexistentialisten noch lange fortgesetzt werden.
Manfred Horak jazzzeit.at |